Auszüge
die welle
bis an atlas` kinn
läßt kein boot
auf grund
preßt boote
zu sich selbst
köln.2005.
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mit der Gondel
hoch hinaus
Hochhaus und Wipfel
der Bäume
nicht zum Greifen nah
mehr
dem Wind
als Wiege
versagt
die Leichtigkeit
der Worte
nun
unheimlich
die Weite
das Lachen
stützt sich
auf weiche Knie
singapore.2005.
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Als er eines Tages auf die Uhr schaute, bemerkte er,
daß seine Zeit abgelaufen war.
Er ging zum Meer und verschluckte es.
berlin.1991.
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smillas erben verrichten
ihr tagwerk des nachts
an kristallenen ufern noch
immer krokussamen
under ice fern
östlich wärmer schlägts
dem kragen entgegengesetzt
der luv seite
vom links der mitte
köln.2006.
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Im Wald
da steht ein Blümelein
Es blüht gar fein
Ganz rot und rein
Ein Hase nun
Das Rot erspäht
Den Stengel drunter
Er ersehnt
So schlägt sein Zahn
Sich tief hinein
Ins dunkle Grün
Denn das ist fein
Er nagt und nagt
Die Blüte sinkt
Zu Boden nun
Das Rot ertrinkt
Im tiefen Gras
Des Käfers Heide
Der Käfer blaß
Vor Langeweile
Stürzt sich auf die Blütenpracht
Doch plötzlich
Wird es dunkle Nacht
Ein Adler in ersticktem Schrei
Sich niederwirft
Auf Rot und Käfer
Doch der
Der ist ein großer Schläfer
Vom Schwingenschlag
Noch ganz betäubt
Zieht er zurück
Sein kleines Haupt
Der Adler nun
In hoher Höh
Das Rot umkrallt
In wilder Böe
Der Blütenstaub
Ganz langsam rinnt
Zum Boden hin
Wo die Spinne spinnt
Ihr Netzwerk fein
Ganz sachte
Fällt der Staub hinein
Eine Biene nun
Auf schnellem Weg
Verfängt sich jetzt
Im Spinnenweb
Der Blütenstaub
Auch kleben bleibt
An Bienes stumpfem
Kleinen Leib
Ein Vogel schwer
Durchbricht das Netz
Zerreißt die Seidenfalle
Die Biene schwebt
Noch ganz entsetzt
Zur nächsten Blütenmeile
Sie summt herab
Zum Nektar hin
Erfreut sich an der Süße
Da fällt ihr doch
Ein dickes Blatt
Von oben auf die Füße
So schläft sie nun
Für immerdar
In einer roten Blume
Der Hase wollt
Daß es geschah
Zerfraß er doch die gute
köln.2005.
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Alle Rechte bei der Autorin. Köln. 2007.